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Fulda, Petersberger Straße 76
Am 16. April feierten die beteiligten Unternehmen Richtfest am Neubau des Telekom-Callcenter in der Petersberger Str. 76 in Fulda.
„Ich bin ganz platt.“ Oberbürgermeister Gerhard Möller (CDU) machte aus seiner Überraschung keinen Hehl. In Rekordtempo wächst das Gebäude für das zukünftige Telekom-Callcenter in die Höhe.
„Dass der Rohbau in so kurzer Zeit fertiggestellt werden konnte, ist kaum zu glauben. Bauherren, Planer und die Mitarbeiter der ausführenden Firmen verdienen höchsten Respekt“, lobte der OB. Die Baukräne an der Baustelle in der Petersberger Straße setzten einen Kontrapunkt zu der Diskussion, ob und wie man wegen des Bevölkerungsrückgangs Städte zurückbauen müsse. Investitionen wie die für das Telekom-Gebäude seien gute Gründe, an die Zukunft und die Entwicklung Fuldas zu glauben. Das gelte um so mehr, als das Callcenter Fulda zusätzliche Arbeitsplätze bringe.
Investor Reinhold Werner, Chef der Kalbacher Werner-Gruppe, räumte ein, dass er zu Jahresbeginn mit Sorge auf das Wetter gesehen habe. Von Mitte Dezember bis in den Februar hinein habe man wegen des ungewöhnlich strengen Winters nicht bauen können. „Mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung haben wir die erste Teilstrecke dann aber doch termingerecht geschafft“, zeigte sich Werner erleichtert. Die ursprünglich geplanten Termine – 24. September als Übergabetag an die Telekom und 18. Oktober als erster Arbeitstag für die Callcenter-Mitarbeiter – blieben gültig. Werner dankte der Stadt Fulda für die „beispielhafte und fachkompetente Begleitung des Bauprojekts“.
Investition von sechs Millionen
„Hier scheinen die Betonwände wie von Geisterhand hochgezogen zu werden“, rief Achim Knies aus, Leiter der Telekom-Callcenter in Nord- und Osthessen und damit Chef des neuen Callcenters. Schon jetzt könne man erkennen, wie sehr sich der Bereich der Petersberger Straße verändern werde. Die Werner-Gruppe investiert sechs Millionen Euro in das Gebäude, das die Telekom anmietet. Die Investition und der Mietvertrag bedeuten, dass die Telekom Arbeitsplätze nach Fulda verlagert. Zu den heute 210 Beschäftigten im Fuldaer Kundenservice kommen im Herbst die 150 Mitarbeiter des Kasseler Callcenters hinzu. Bundesweit reduziert die Telekom die Zahl ihrer Callcenter von 63 auf 33 und will so größere Einheiten schaffen um dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit in einem hart umkämpften Markt zu verbessern.
Auf dem 6000 Quadratmeter großen Gelände entsteht ein Gebäude, in dem die Telekom 3100 Quadratmeter nutzen wird. Die Mitarbeiter sollen ergonomisch und effizient gestaltete Arbeitsplätze sowie hochmoderne Ruhe-, Konferenz und Schulungsräume erhalten. Viele Mitarbeiter können mit der Bahn kommen, für Autofahrer gibt es 100 Parkplätze.
Quelle: Fuldaer Zeitung




